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2010-01-08

D&B Deutschland Zahlungsindex Dezember 2009: Zahlungsmoral steigt auf höchsten Stand seit zwei Jahren

Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen ist im Dezember laut einer Studie des Informationsdienstleisters D&B auf den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen. Der im Auftrag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erstellte D&B-Zahlungsindex zog im Dezember erneut deutlich an und stieg damit zum sechsten Mal in Folge. "Damit zeigen die Programme in den Unternehmen zur Verbesserung der Liquidität ihre Wirkung. Liquide Mittel sind also in vielen Unternehmen in ausreichendem Maß vorhanden, um Rechnungen pünktlich zu begleichen", sagte D&B-Geschäftsführer Thomas Dold am Freitag in Darmstadt. Beim Blick auf das laufende Jahr bleibt er jedoch vorsichtig: "Es wird vielen Unternehmen 2010 besser gehen als 2009, aber auch die Zahl der Unternehmen wird steigen, die ein Anziehen der Konjunktur nicht mehr erleben oder überleben werden."

Der D&B-Zahlungsindex stieg im Dezember auf 79,92 (November: 79,26) Punkte. Höher stand der Indikator zuletzt Anfang 2008, als der Wert erstmals unter 80 Prozent gefallen war. Der Index sagt aus, dass im Dezember knapp 80 Prozent der beobachteten Unternehmen ihre Rechnungen pünktlich bezahlten. Der Indikator wird seit Anfang 2009 auf Monatsbasis veröffentlicht und fiel dabei von Januar bis Mai deutlich - seit Juni erholt er sich allerdings wieder. Die Erholung zog dabei zum Jahresende deutlich an. Die durchschnittliche Verzugszeit lag im Dezember wie im Vormonat bei 9,41 Tagen.

Von der zuletzt gesehenen Erholung konnten jedoch nicht alle Branchen gleichermaßen profitieren. So konnten die Maschinenbauer und Autozulieferer ihre Zahlungsmoral kaum, beziehungsweise gar nicht, verbessern und stehen im Vergleich zum vierten Quartal 2008 schlechter da. Die Branchen, die die Krise am härtesten getroffen hat, werden auch am längsten brauchen, bis sie ihre Zahlungskraft wieder erlangt haben. So sind zum Beispiel einer D&B-Analyse vom November zufolge ein Fünftel aller deutschen Autozulieferer akut von der Insolvenz bedroht.

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Über D&B Deutschland
D&B Deutschland (früher Dun & Bradstreet) ist ein Unternehmen der Bisnode Gruppe und gehört zum weltweiten D&B Netzwerk, dem Weltmarktführer für Wirtschaftsinformationen und Firmen-bewertungen. Unternehmen aus allen Branchen nutzen die Daten und Lösungen von D&B Deutschland zur Bonitätsprüfung, bei der Kundengewinnung und im strategischen Einkauf. Basis dafür ist die D&B Datenbank mit Informationen über 4,5 Millionen deutsche und mehr als 150 Millionen Unternehmen weltweit. In die Bonitätsbewertung der Firmen fließt auch deren Zahlungsverhalten ein. Dazu wertet D&B alleine in Deutschland jährlich mehr als 600 Millionen Rechnungsinformationen aus. Die Zuordnung aller Informationen zu den Unternehmen ist durch die von D&B eingeführte D-U-N-S® Nummer eindeutig. Die D-U-N-S® Nummer wird unter anderem vom Verband der Automobilindustrie (VDA), vom Verband der Chemischen Industrie (VCI), von der Europäischen Kommission und von der ISO als Standard empfohlen und eingesetzt.
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