2010-12-09

Analyse von D&B: Deutsche Zahlungsmoral legt im November weiter zu

Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen hat sich im November wegen der starken Entwicklung der Wirtschaft abermals verbessert. Der im Auftrag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erstellte D&B-Zahlungsindex stieg damit bereits den 18. Monat in Folge.

"In der guten Zahlungsmoral zeigt sich der solide Aufschwung, der getrieben von der Exportwirtschaft mittlerweile die gesamte Wirtschaft erfasst hat", sagte D&B Geschäftsführer Thomas Dold am Dienstag in Darmstadt. "Auch im Inland steigt die Nachfrage und sorgt für ausreichend Liquidität in den Kassen der Unternehmen."

Die verbesserte Lage bei der Inlandsnachfrage zeige sich im November vor allem bei der  positiven Entwicklung der Zahlungsmoral beim Handwerk und dem Baugewerbe. Weiter kräftig zulegen konnte hier auch die Automobilbranche. Dort verbesserte sich die Zahlungsmoral im November erneut deutlich. Die Schuldenkrise in einigen europäischen Staaten habe dagegen bisher kaum Auswirkungen. Dies sei unter anderem auch zurückzuführen, dass die europäischen Krisenländer Griechenland, Irland, Portugal und Spanien selbst zusammen nur eine sehr kleiner Exportmarkt für Deutschland sind.

Der D&B-Zahlungsindex legte im November auf 84,28 (Oktober: 83,86) Prozent zu. Seit dem Tiefpunkt des Zahlungsindex im Mai 2009 verbesserte sich die Lage deutlich. Der Index sagt aus, dass im Oktober etwas mehr als 84 Prozent der Unternehmen fristgerecht bezahlten. Von den in Deutschland rund 4,5 Millionen aktiven Unternehmen zahlten der Studie zufolge rund 270.000 mehr Firmen ihre Rechnungen pünktlich als zum Höhepunkt der Krise. Der Indikator wird seit knapp zwei Jahren auf Monatsbasis veröffentlicht und fiel von Januar bis Mai 2009 deutlich - seit Juni des vergangenen Jahres erholt er sich allerdings wieder.

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