Aktuelles & Presse

2009-04-08

Zahlungsmoral sinkt auch im März - D&B-Zahlungsindex fällt

Die Wirtschaftskrise drückt immer stärker auf die Zahlungsmoral in Deutschland. Im März ging der prozentuale Anteil der Unternehmen, die ihre Rechnungen vereinbarungsgemäß bezahlt haben, erneut zurück, wie aus einer im Auftrag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erstellten Studie des Wirtschaftsinformations-Dienstleisters D&B hervorgeht. Der D&B-Zahlungsindex fiel von 79,46 Prozent im Februar auf 79,06 Prozent im März. Das heißt, dass die beobachteten Unternehmen etwa vier von fünf Rechnungen pünktlich bezahlten. Damit fällt der Indikator das dritte Mal in Folge. Der Index wird zum dritten Mal auf Monatsbasis veröffentlicht. Die durchschnittliche Verzugszeit betrug 9,2 Tage.

Am deutlichsten sank die Zahlungsmoral bei den Banken. Hier ging der Indikator um 1,32 Prozentpunkte auf 85,56 Prozent zurück. Damit rangierten die Finanzinstitute aber immer noch auf dem zweiten Platz hinter der Pharmabranche, die knapp 94 Prozent ihrer Rechnungen pünktlich bezahlte. Weiterhin ganz unten rangiert die Telekommunikations-Industrie, die nur 72,29 Prozent ihrer Verpflichtungen rechtzeitig beglich. Der Wert verschlechterte sich um 1,13 Prozent Punkte. Eine deutlichen Einbruch von 1,20 Prozentpunkten auf 78,64 Prozent registrierten die Experten auch - allen Konjunkturprogrammen zum Trotz - bei den Behörden.

Dagegen verbesserte sich nach Ansicht der Forscher überraschenderweise in den schwer unter der Krise leidenden Branchen Maschinenbau und Automobilindustrie die Zahlungsmoral. Die Maschinenbauer zahlten 82,52 Prozent ihrer Rechnungen pünktlich (Vormonat: 82,15), die Autoindustrie samt Zulieferern überwies im 75,05 Prozent der Fälle rechtzeitig (Vormonat: 74,07). Unter den Bundesländern ist die Zahlungsmoral in Bayern am besten, in Berlin am schlechtesten.

Über D&B Deutschland
D&B Deutschland (früher Dun & Bradstreet) ist ein Unternehmen der Bisnode Gruppe und gehört zum weltweiten D&B Netzwerk, dem Weltmarktführer für Wirtschaftsinformationen und Firmenbewertungen. Unternehmen aus allen Branchen nutzen die Daten und Lösungen von D&B Deutschland zur Bonitätsprüfung, bei der Kundengewinnung und im strategischen Einkauf. Basis dafür ist die D&B Datenbank mit Informationen über 4,3 Millionen deutsche und mehr als 140 Millionen Unternehmen weltweit. In die Bonitätsbewertung der Firmen fließt auch deren Zahlungsverhalten ein. Dazu wertet D&B alleine in Deutschland jährlich mehr als 540 Millionen Rechnungsinformationen aus. Die Zuordnung aller Informationen zu den Unternehmen ist durch die von D&B eingeführte D-U-N-S® Nummer eindeutig. Die D-U-N-S® Nummer wird unter anderem vom Verband der Automobilindustrie (VDA), vom Verband der Chemischen Industrie (VCI), von der Europäischen Kommission und von der ISO als Standard empfohlen und eingesetzt.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an:

Pressekontakt:

Christian Noack
Manager Public Relations
D&B Deutschland GmbH
Havelstraße 9
64295 Darmstadt 

T: +49 6151 1375 736
F: +49 6151 1375 99 736 
M: +49 175 7237786 
noack@dnbgermany.de